Beratungsprotokoll

Als Beratungsprotokoll bezeichnet man die Dokumentation bei der Versicherungsvermittlung. Es dient zum einen der Erfüllung der gesetzlichen Dokumentationspflicht und dem Haftungsmanagement bei dem Versicherungsvermittler, aber auch der Verbesserung des Verbraucherschutzes.
Der Vermittler hat vier Pflichten, die im VVG, das Versicherungsvertragsgesetz, geregelt sind. Zu Beginn steht die Befragungspflicht. Darauf folgen die Beratungspflicht und die Begründungspflicht. Zum Schluss steht die Dokumentationspflicht und somit das Beratungsprotokoll.

Die Dokumentationspflicht ist regelt §61 Absatz 1 VVG und §62 VVG. Die Dokumentation muss nicht wörtlich erfolgen, es reichen die wesentlichen Inhalte der Beratung in klarer und verständlicher Textform. Es ist wichtig die Kundenentscheidung festzuhalten, besonders wenn sie von dem erteilten Rat abweicht. Das Beratungsprotokoll ist für alle Vermittler verpflichtend und muss dem Kunden nach erfolgter Beratung vorliegen.
Der Kunde ist nicht verpflichtet die Dokumentation zu unterschreiben, aber der Vermittler sollte für den Urkundenbeweis eine Unterschrift seitens des Kunden verlangen.

Der Kunde kann gemäß §61 Absatz 2 VVG auf Beratung der Dokumentation verzichten. Dafür ist jedoch eine Verzichtserklärung notwendig. Bei dieser Erklärung verzichtet der Kunde gemäß §63 VVG auf Schadensersatz gegenüber dem Versicherungsvermittler bei Verletzung der Beratungs- und Dokumentationspflicht.
Das Beratungsprotokoll richtet sich an eine Zielgruppe, die aus Versicherungsvermittlern, Vertretern, Versicherungsmaklern, Finanzdienstleistern und Mehrfachagenten besteht.

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