Dispositionskredit

Den Dispositionskredit, der im alltäglichen Sprachgebrauch auch als “Dispokredit” oder einfach nur als “Dispo” bekannt ist, gibt es in Deutschland seit dem Jahr 1968. Als Dispositionskredit wird seitdem die Möglichkeit bezeichnet, dass der Inhaber eines Girokontos eben dieses Konto bis zu einem bestimmten Betrag überziehen kann. Das bedeutet, der Kontoinhaber kann einen entsprechenden Zahlungsverkehr abwickeln, ohne dass die Summe durch ein entsprechendes Haben auf dem Konto gedeckt ist. Der Dispo wird dabei als Blankokredit vergeben. Die Bank verlangt also für die Gewährung dieser Kreditform, anders als bei anderen Krediten, keine Sicherheiten. Als Kreditlinie für den Dispositionskredit gilt in der Regel das zwei- bis dreifache der regelmäßig eingehenden Zahlungen wie beispielsweise Rente, Lohn oder Gehalt. Diese rgelmäßig eingehenden Zahlungen sind auch die Voraussetzung für die Gewährung eines Dispositionskredites. Wie hoch der Zinssatz für einen solchen Dispositionskredit ist, ist von Bank zu Bank unterschiedlich, richtet sich aber in der Regel nach den gerade aktuellen Marktzinsen. Da der Zinssatz für einen solchen Dispositionskredit vergleichsweise hoch ist, kann es mitunter sinnvoll sein, einen Ratenkredit aufzunehmen, sollte eine regelmäßige Überziehung des Kontos absehbar sein.

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