Euribor

Die Bezeichnung Euribor steht als Abkürzung für European Interbank Offered Rate. Als Euribor bezeichnet man demnach den durchschnittlichen Zinssatz, zu welchem sich 57 europäische Banken gegenseitig Anleihen gewähren. Unter diesen 57 Banken sind 47 Banken aus der Eurozone, 4 Banken aus sonstigen EU-Ländern und 6 Banken außerhalb der EU. Alle diese Banken zeichnen sich durch eine rege Teilnahme am Geldmarkt in Euro aus. In diesem Zusammenhang unterscheidet man auch unterschiedliche Laufzeiten von einer Woche bis zu 12 Monaten. Somit ist der Euribor ein Zinssatz zwischen Banken, der in erster Linie aber als Zinssatz für Termineinlagen und Festgelder gedacht ist. Für viele andere Bankprodukte ist der Euribor und dessen Entwicklung aber auch eine Art Indikator. Egal ob für Optionen, Sparbücher ober Kredite, der Euribor wird von Fachleuten sehr genau verfolgt. Der Euribor wird somit auch als Verhandlungsbasis für kurzfristige Kredite hergangezogen.

Mittlerweile gibt es 15 verschiedene Euribor Werte und einen einheitlichen europäischen Zinssatz für Ein-Tages-Geld. Der Euribor hat per 01.01.1999 den damaligen Vibor abgelöst. Bei der Ermittlung des Euriobor werden sowohl die höchsten als auch die tiefsten 15 % der gemeldeten Bankenwerte nicht berücksichtigt um extreme Positionen zu vermeiden. Demnach wird die Höhe des Euribor in erster Linie durch das Angebot und die Nachfrage gebildet. Somit kann man sagen, dass es grundsätzlich um Marktzinsen handelt, die eben durch eine Vielzahl von Banken festgelegt werden. Daneben wird der Euribor aber stark durch ganz bestimmte wirtschaftliche Faktoren beeinflusst. Neben der aktuellen Inflation sind das vor allem das jeweilige Wirtschaftswachstum und das gegenseitige Vertrauen der Banken.

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