Kapitalerträge

Als Kapitalerträge werden jegliche Erträge verstanden, die dem Kapitalgeber aus der Zuverfügungstellung von Kapital zufliessen. Dazu gehören u.a. Zinserträge aus Bankguthaben, festverzinslichen Wertpapieren, Dividenden, Ausschüttungen aus Investmentfonds oder Gewinnausschüttungen von Kapitalgesellschaften.

Kapitalerträge, welche der Kapitalertragsteuer unterliegen, müssen direkt vom Schuldner der Kapitalerträge (wie z.B. der Bank) bzw. der auszahlenden Stelle an das Finanzamt abgeführt werden.

Mit der Erteilung eines Freistellungsauftrags beim Schuldner der Kapitalerträge bzw. der auszahlenden Stelle kann eine Kapitalertragbesteuerung verhindert werden. Der Freistellungsauftrag kann bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags gestellt werden. Dieser beträgt seit Inkrafttreten der Abgeltungssteuer 801 € je Person und Jahr und bei Ehepaaren bei 1602 €. Hat der Sparer Konten bzw. Depots bei mehreren Banken, so kann der den Betrag auf mehrere Scheiben aufteilen, wobei die Gesamtsumme nicht überschritten werden darf. Ein amtlich vorgeschriebener Vordruck kann bei den Banken angefordert werden. Alle Kapitalerträge, die den Sparer-Pauschbetrag bzw. den freigestellten Betrag überschreiten werden mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 %zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Abgeltungssteuer) und, falls nicht bei der Bank vermerkt, mit der jeweiligen Kirchensteuer belastet.

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