Lastschrift

Im Allgemeinen stellt eine Lastschrift die Abbuchung eines Geldbetrages vom Konto dar. Gebräuchlicher ist der Begriff jedoch im Lastschriftenverfahren. Hierbei wird die Abbuchung eines vereinbarten Betrages vom Geldempfänger ausgelöst und nicht vom Zahlungspflichtigen in Auftrag gegeben wie bei einer Überweisung.

Lastschriften werden meistens bei monatlich gleichbleibenden Rechnungsbeträgen angewendet. Der Kunde gibt durch eine Einzugsermächtigung dem jeweiligen Betrieb die Erlaubnis, regelmäßige Rechnungen zu einem bestimmten Zeitpunkt mittels Lastschrift vom Konto einzuziehen. Eine andere Variante wäre die Erteilung eines Abbuchungsauftrags durch den Zahlungspflichtigen. Dabei erteilt der Kontobesitzer seiner Bank die Erlaubnis, wiederkehrende Beträge selbstständig zum vereinbarten Termin zu überweisen.

Um Betrugsfällen vorzubeugen, gilt bei Lastschriften eine Reklamationsfrist von sechs Wochen. Handelt es sich um eine Lastschrift im europäischen Verfahren, dann läuft die Widerspruchsfrist für acht Wochen. Die Frist beginnt, sobald der Rechnungsabschluss – meist quartalsmäßig – von der Bank ausgeführt wurde. Innerhalb dieser Zeitspanne kann der Kontobesitzer die Abbuchung auf seinem Konto stornieren lassen und der eingezogene Betrag wird wieder gutgeschrieben. Diese Frist verlängert sich auf 13 Monaten, wenn keine Einzugsermächtigung vorhanden ist. Für Abbuchungsaufträge gilt seit 2009 eine Widerspruchsfrist von 8 Wochen ab dem Tag der Belastung.

← zurück zum Lexikon

© 2010-2013 | TagesgeldVergleich.eu - Tagesgeldzinsen kostenlos vergleichen