Prolongation

In der Finanzwelt steht der Begriff Prolongation in der Regel grob für eine Verlängerung. Hier kann man verschiedene Bereiche unterscheiden. Der bekannteste ist wohl jener einer Rahmenverlängerung. Demnach werden zum Beispiel Girokonten oder Geschäftskonten entweder für bestimmte Zwecke oder generell für Vorleistungen im Zahlungsverkehr mit einem Kontokorrentrahmen ausgestattet. Dieser Überziehungsrahmen hat dann eine bestimmte Laufzeit, die individuell mit dem Kunden vereinbart werden kann. Meistens laufen diese Rahmen aber nicht länger als 12 Monate. Wenn dann eine solche Rahmenlaufzeit endet, kommt es entweder zur Löschung des Kontorahmens oder eben zu einer Prolongation. Diese Prolongationstermine werden in der Regel auch dazu genutzt, um die Daten des Kunden wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu gehört neben einer aktuellen Darstellung der Dynamik vor allem aber auch die Besprechung und Bewertung der Sicherheiten für diesen Rahmen. Auch wird bei einer Prolongation des Kontorahmens die Höhe für die nächste Periode festgelegt. Dies hat unter anderem auch jenen Hintergrund, dass unter Umständen für unterschiedliche Rahmenhöhen auch verschieden hohe Gebühren anfallen. Dazu gilt zu sagen, dass grundsätzlich die Prolongation eines Kontorahmen mit einer Prolongationsgebühr in Rechnung gestellt wird. Nicht selten kann man diese Gebühr aber mit seiner Hausbank von der Höhe her auch verhandeln. Handelt es sich um einen Kontorahmen, dem auch ein Kreditvertrag zu Grunde liegt, kann eine Prolongation auch dazu führen, dass ein neuer bzw. adaptierter Kreditvertrag ausgestellt wird in dem die besagten Details nochmals aufgelistet werden. Darunter fallen dann neben der Kondition vor allem auch die Höhe des neuen Rahmens und die Laufzeit bis zur nächsten Prolongation.

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